Pressemitteilungen der BIL OF


Flashmob der BIL zum „Aktionstag für eine bessere Luftverkehrspolitik“
Pressemitteilung der BIL vom 16.09.17

Einige Mitglieder der BIL (Bürgerinitiative Luftverkehr) Offenbach trafen sich spontan am vergangenen Samstag, den 16.9.2017, um 12 Uhr auf dem Wochenmarkt (Wilhelmsplatz) in Offenbach und veranstalteten im Rahmen des von Bündnis der Bürgerinitiativen an diesem Tag ausgerufenen „Aktionstags für eine bessere Luftverkehrspolitik“ einen Flashmob.
Im Vorfeld der Bundestagswahl wurde damit auf die Forderung auf Anpassung des Luftverkehrsgesetzes aufmerksam gemacht: In Zukunft sollen nicht mehr die Interessen der Luftverkehrsindustrie an erster Stelle stehen, sondern die Bürgerinnen und Bürger müssen vor den schädlichen Auswirkungen der Flugbewegungen auf ihre Gesundheit geschützt werden.
Die Teilnehmer der Kundgebung, vorwiegend mit roten T-Shirts mit der Aufschrift „Ruhe“ gewandet, Spielflugzeuge schwenkend und mit Mundschutz versehen, hielten Schilder mit den Aufschriften „Bundesgesetz zum Nachtflugverbot von 22 – 6 Uhr muss her“, „mehr Gesundheit – weniger Schadstoffe“,  „größere Lärmschutzzonen durch Änderung der Bundesgesetze“ ,
Lärmschutzfenster statt Lüfter“ und Kurzstreckenflüge auf die Bahn verlagern“,  in die Höhe.
Die Teilnehmer der Aktion erfuhren von den Passanten große Zustimmung für ihr Engagement und ihre Forderungen.
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Stellungnahme der BIL zur Machbarkeitsstudie der DFS zur Einführung des Point Merge Systems in Frankfurt
Pressemitteilung der BIL vom 25.06.17

Die von der DFS vorgelegte Machbarkeitsstudie zur Einführung des Point Merge Systems in Frankfurt hinterlässt den Eindruck, dass nicht nach einer Lösung für das Fluglärmproblem gesucht wurde, sondern Argumente zusammengetragen wurden, warum Point Merge in Frankfurt nicht möglich ist.
 
Einmalig ist vermutlich das Vorgehen der DFS. Sechs Jahre lang wird untersucht, ob es möglich ist, dem bestehenden Baseline-Verfahren, neuerdings Transition-System genannt, das Point Merge System vorzuschalten. Solange das Baseline-System erhalten bleibt, dem Point Merge nur vorgeschaltet wird, wird das für die DFS offensichtlich nebensächliche Problem Fluglärm nicht gelöst. Es bleibt die Frage, warum diese Untersuchung überhaupt gemacht wurde.

In Paris-Charles-de-Gaulle wurde das Baseline-Verfahren durch Point Merge abgelöst. Offenbar ist die französische Flugsicherung fähig, die Anflugreihung durch Abrufe aus den Kreisbögen zu organisieren, ohne dass durch Mehrarbeit die Sicherheit gefährdet wird.

Zu der die nach der Auffassung der DFS die Einführung des Point Merge Systems verhindernden angeblichen "hohen Komplexität des Luftraums über Frankfurt" sei folgender Vergleich gezogen:

Im Raum London befinden sich im Umkreis von 80 km 6 Flughäfen mit 1,1 Mio., Flugbewegungen/Jahr. Dort wird seit 2006 kontinuierlicher Sinkflug geflogen und seit 2016 Point Merge für London City.

Der „komplexe Luftraum" Frankfurt ist im Gegensatz zu London geradezu leer. Im Raum Frankfurt befinden sich im Umkreis von 90 km 2 Flughäfen mit 490.000 Flugbewegungen/Jahr.

Laut Britischer Flugsicherung (NATS) hat Point Merge folgende Vorteile:

  • Es ermöglicht die Staffelung im Anflug in größerer Höhe, wodurch die Komplexität reduziert wird und die Fluglotsen mehr Flugzeuge abfertigen können.
  • Das in niedriger Höhe überflogene Gebiet wird kleiner.
  • Es ermöglicht mehr kontinuierlichen Sinkflug und Steigflug.
  • Der Treibstoffverbrauch und damit die Emissionen (CO2, NOx, Feinstaub, Ultrafeinstaub), werden reduziert. 
Nicht begründet wurde von der DFS, warum die Neuordnung der Abflugstrecken ein Hinderungsgrund für die Einführung von Point Merge ist.
 
Ebenfalls unbeantwortet bleibt die Frage, was getan werden müsste, um die Höhenbegrenzung am Flughafen Frankfurt anzuheben, wenn diese tatsächlich ein Hinderungsgrund für Point Merge wäre.

(„Un-“?) Richtige Kritik zum Artikel von Marc Kuhn: „Fliegen dauerhaft nicht billiger“ in der OP am 15.03.17
Pressemitteilung der BIL vom 16.03.17

Was ist dabei reizvoll, mit einem „Billigflieger von Ryanair“ von Frankfurt aus zu starten? Denn Dumpingpreise für das mit der Wartung des Fluggerätes beschäftigte Personal ist beim Thema Sicherheit bestimmt nicht so einfach hinnehmbar! Auch das fliegende Personal soll im Übrigen nur unzureichend bezahlt werden. Auch, wenn Geiz geil  ist, steht für viele Menschen ein gutes Ankommen im Urlaubsland im Vordergrund – das ist aber, wenn Kostendruck auf Fluglinien  ausgeübt und mit dem letzten Sprit zum Flugziel geflogen wird, sehr gefährdet. Wenn Billigflieger lediglich so viel Kerosin tanken, das es nur unter normalen Umständen für die Strecke zum Reiseziel reicht, ist doch eher waghalsig. Wenn irgendetwas dazwischen kommt, wie z.B. ein Unwetter, hat die Airline Probleme länger in der Luft zu bleiben. Es kann sich jeder ausrechnen, was dann passiert. Genügend solcher Fälle gab es ja schon! Nein, da würden viele lieber mehr Geld für die sicheren Fluggesellschaften, die in Frankfurt etabliert sind, ausgeben. Außerdem reden alle  darüber, dass der Klimawandel  in Zukunft große Probleme bereitet und jeder weiß, dass hier die Flüge einen großen Anteil  der Emissionen ausmachen. Es ist also nicht hinnehmbar, billig, unökologisch, unwirtschaftlich bzw. unmenschlich ständig von A nach B zu fliegen.
Herr Kuhn hat sehr richtig festgestellt, dass der Flugverkehr quersubventioniert wird, damit überhaupt so billig geflogen werden kann.  D.h., wenn ein Flug 9,90 Euro kostet, kann doch in unserem System etwas nicht stimmen, wenn die Konkurrenten Bahn und Bus Ökosteuer bezahlen müssen,  der Flugverkehr  aber von der Kerosinsteuer befreit ist.

Was uns Bürgerinitiativen bei der Sache, dass in Frankfurt jetzt Billigflieger starten, am meisten verärgert, ist, dass die Fraport AG verzweifelt versucht, ihre falschen Prognosen für die Entwicklung des Flugverkehrs zu retten: Bei dem Antrag zur Erweiterung des Flughafens wurde regelrecht betrogen. Die vorausgesagte Flugsteigerung ist nicht eingetreten, und nur wegen der Billiganbieter müssen aber die vorhandenen Bauwerke, wie das Terminal 3, weiter vorangetrieben werden. Selbst dann werden aber nicht die erhofften Renditen, ebenso wie die Steigerung der Anzahl von Arbeitsplätzen,  erreicht werden:  „Geiz-ist-geil-Passagiere“ werden nämlich keine nennenswerten Umsätze in den Einzelhandelsgeschäften auf dem Flughafen generieren, und selbst das Schmieren von Brötchen für deren Konsum in Flieger entfällt aus Kostengründen.

 Nein,  diese Geschäftspolitik, kurzfristig  mehr Low- Cost- Airlines einzukaufen, ist wirklich nicht die richtige und eine Umkehr zum ökologischen und  ökonomischen Flugverkehr müsste eigentlich vorangetrieben werden.  Hier gibt die BIL Herrn Hoppe , Chef des Airlineverbands Barig recht, wenn dieser ausführt, dass endlich eine nachhaltige Entwicklung des  Standorts Frankfurt vorangetrieben werden muss.  Wir ergänzen:  Dazu gehört auch die (Ver-) Schonung dessen Anrainer von Fluglärm und Feinstaub.

200. Montags-Demonstration am Flughafen am Montag, den 30. Januar 2017

Pressemitteilung der BIL vom 20.01.2017

Die Bürgerinitiative Luftverkehr Offenbach (BIL) ruft gemeinsam mit dem Bündnis von über 80 Bürgerinitiativen rund um den Flughafen Frankfurt zur Teilnahme an der 200. Montagsdemonstration am Flughafen Frankfurt auf. Die Demonstration beginnt wie immer am Terminal 1, Abflughalle B, am 30. Jan. um 18:00 Uhr.

Schon vor der Eröffnung der Landebahn Nord-West vor 5 Jahren war die Grenze der Belastbarkeit in Offenbach überschritten. Mit der raumunverträglichen Landebahn Nord-West liegt inzwischen fast ganz Offenbach unter einem Lärmteppich. Nach den Fraport-Plänen sollen die Belastungen noch steigen. Die Lebensqualität würde weiter sinken und die Gesundheitsrisiken weiter erhöhen. Dagegen wenden sich die Bürgerinitiativen u. a. mit den Montagsdemonstrationen.

Unsere wichtigsten Forderungen bleiben daher:

  • Gesundes, lebenswertes Wohnen in Rhein-Main.
  • Kein Flughafenausbau, kein Terminal 3!
  • Nachtflugverbot von 22 – 06 Uhr!
  • Deckelung der Flugbewegungen, verbindliche Lärmobergrenzen, die jetzt den Fluglärm senken und weitere Umweltbelastungen reduzieren!
Wir setzen unseren Widerstand fort. Die 200. MoDemo steht daher unter dem Motto: „Ausbau-Irrsinn stoppen“. Unser Ziel an diesem Tag: Viele betroffene Menschen tragen ihren Protest lautstark zu FRAPORT in das Terminal 1. Viele Offenbacher/innen sind dabei! – Der Protest wird unterstützt von zahlreichen Mandatsträgern und Verantwortlichen der betroffenen Kommunen. U.a. wird auch der Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider und der Offenbacher Flughafendezernent Paul-Gerhard Weiß an der 200. Demonstration teilnehmen.
Setzen wir ein deutliches Zeichen.

Zur Teilnahme trifft man sich in Offenbach an den S-Bahn-Stationen um 17:00 (Ostbahnhof Abfahrt 17:13; andere Stationen Minuten später). Dort werden 5er-Gruppen gebildet. Die 5er-Gruppenkarte kostet für Hin- und Rückfahrt 16,40€.

Handzettel: http://www.flughafen-bi.de/termine/2017/2017_01_30%20Handzettel%20200te%20Montagsdemo.pdf
Plakat: http://www.flughafen-bi.de/termine/2017/2017_01_30 Plakat 200te Montagsdemo.pdf

Lärmobergrenze(n)! – Chance oder Illusion?“
Pressemitteilung der BIL vom 11.01.2017

Fluglärm über Offenbach ist nach wie vor ein Thema. Selbst das Verwaltungsgericht in Kassel hat festgestellt, dass der Fluglärm über Offenbach unzumutbar ist (ohne jedoch entsprechende Konsequenzen zu ziehen). Für die BIL bleibt daher als Maßstab unverrückbar: Es muss über Offenbach leiser werden.

Bereits im Mai 2016 hatte die BIL ihre Erwartungen an eine wirksame Lärmobergrenze formuliert. Der Staatsminister Tarek Al-Wazir hielt sich zu dem Zeitpunkt noch bedeckt, es war bereits erkennbar, dass er ein Konzept verfolgt, dass nur den weiteren Anstieg des Lärms begrenzt, nicht aber den heutigen Lärm verringert. Im September 2016 hat der Minister dann seine Vorschläge öffentlich gemacht. Sie entsprechen seiner Ankündigung, stellen also keinerlei Verminderung der derzeitigen Belastung in Aussicht. Überdies wird dieses Konzept noch mit den Interessenvertretungen der Luftfahrt verhandelt. Was wird am Ende bleiben?

Der  Staatsminister Al-Wazir wird sein Konzept zur Lärmobergrenze erläutern und mit Offenbacher Bürgern diskutieren. Die BIL wird die Gelegenheit nutzen, ihre Forderungen zur Lärmbegrenzung  vorzustellen. Der BIL stellen sich im Vorfeld der Veranstaltung u. a. folgende Fragen:
  • Warum wird der Lärm nicht reduziert, sondern nur der Anstieg auf einem höheren Niveau begrenzt?
  • Führt die Verringerung des Einzelschallereignisses durch technische Verbesserungen nicht zu einem weiteren Anstieg der Flugbewegungen?
  • Warum gibt es keinen Rechtsanspruch der Betroffenen auf Einhaltung der Lärmobergrenze?
  • Wo liegt die „rote Linie“ des Ministeriums bei den Verhandlungen über das Konzept?
  • Welche Position hat die Stadt Offenbach zum Konzept? Welche Haltung wird in der Fluglärmkommission und im Forum Flughafen und Region dazu eingenommen?
Mit einer Informations- und Diskussionsveranstaltung „Lärmobergrenze(n)! – Chance oder Illusion?“ soll das Thema Lärmobergrenze gründlich ausgelotet werden. Diese Veranstaltung wird gemeinsam von Stadt Offenbach und BIL organisiert für:

Dienstag, den 17. Januar 2017
um 19:30 Uhr (bis ca. 21:00 Uhr)
im Ostpol°,
63065 Offenbach a. M., Hermann-Steinhäuser Straße 43-47

       
        Als politische Vertreter bzw. Fachexperten referieren und stehen für Fragen zur Verfügung:

Tarek Al-Wazir (Hessischer Staatsminister)
Regine Barth (Fluglärmschutzbeauftragte des Landes Hessen)
Paul-Gerhard Weiß (Flughafendezernent der Stadt OF)
Dieter Faulenbach da Costa (Flughafenberater für die Stadt OF)
Ursula Philipp-Gerlach (Rechtsanwältin)
Thomas Hesse (Bürgerinitiative Luftverkehr, BIL, Offenbach)

Die BIL lädt alle fluglärmbetroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Veranstaltung ein, sich zu informieren und kritisch mitzudiskutieren. Machen Sie durch zahlreiche Teilnahme deutlich, wie wichtig es Ihnen ist, dass sich die Lebensqualität in Offenbach verbessert.

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Pressearchiv - Pressemitteilungen der BIL Offenbach vor 01. Januar 2017


Stopp Fluglärm

OF - Offenbach ohne Fluglärm

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